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Bankberatung, hat sich etwas geändert?

Wer Rat bei einem Bankberater sucht, möchte die Wahrheit hören. Über die richtige Anlagestrategie oder die passende Altersvorsorge. Zudem möchte man dem Berater Vertrauen entgegen bringen. Immerhin gibt man möglicherweise sein gesamtes Vermögen in dessen Hände. Nach der Finanzkrise vor drei Jahren war immer wieder Kritik gegenüber dem Beruf des Bankberaters laut geworden. Es sei viel zu oft rein nach Provision gearbeitet worden, weshalb manchen Kunden falsche und unpassende Produkte verkauft worden seien, die ihnen so nichts genützt hätten.

Dem einzigen, dem es etwas genützt hat, wäre der der Bankberater gewesen, der so eine höhere Provision einstreichen konnte. Dabei ist die Wahl der richtigen Anlagestrategie für Laien alles andere als einfach, wer sich da keinem Experten zuwenden würde, wäre dumm. Dass dies dringend nötig ist, so denkt auch Jürg Zeltner, Wealth Management CEO bei der UBS: „Nie war die Komplexität der internationalen Finanzmärkte höher als heute, und sie nimmt ständig zu. Diese Entwicklung bietet Anlegern und Investoren zahlreiche Chancen. Andererseits braucht man Erfahrung, Wissen und die Ressourcen, um schnell und zielsicher die richtigen Entscheidungen treffen zu können, wenn man das Anlagerisiko minimieren will.“

Im Zuge der immer lauter werdenden Kritik beschloss die Bundesregierung, Maßnahmen zu ergreifen, um den Kunden mehr zu schützen und um den Bankberatern die Chance zu geben, sich das Vertrauen der Anleger zurück zu holen. Allerdings zeigt sich durch genaue Untersuchungen des Themas, dass das Versprochene bisher nicht eingehalten wurde. So wurde der Schutz gegen eine Falschberatung kaum erhöht. Besonders was die Provisionen angeht, hatte man sich überlegt, dieses Modell nach und nach auslaufen zu lassen, so dass Berater mit einem normalen Honorar bezahlt würden und nicht mehr nach Provision. Doch dies ist ebenfalls noch nicht in die Tat umgesetzt worden.  Die so genannten Honorarberater waren die Hoffnung des Anlegerschutzes gewesen. Was es bisher allerdings nur gibt, sind Eckpunkte, die zwar immerhin in die richtige Richtung weisen, aber noch keine Taten haben folgen lassen. Das Wichtigste ist, dass der Kunde sich sicher fühlt und schon vor dem Gespräch weiß, ob er es mit einem Berater zu tun hat, der entweder gegen Provision oder Honorar arbeitet.

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