Start Altersvorsorge Rüruprente

Für das Alter mit Rürup-Renten vorsorgen

Die Rürup Rente ist eine staatlich geförderte Altersvorsorge ähnlich der Riester Rente, allerdings mit einigen speziellen Merkmalen. Sie wird im Alter wie eine gesetzliche Rente ausgezahlt, aber nicht durch Umlagen finanziert, sondern durch das Eigenkapital des Versicherten erwirtschaftet, was durch steuerliche Abzugsmöglichkeiten begünstigt wird.


Generell ist die Rürup Rente für alle Rentensparer interessant. Für Selbstständige und Freiberufler, die nicht in den Genuss der Riester Förderung kommen, ist sie die einzige Möglichkeit, in gleicher Weise von staatlichen Förderungen zu profitieren.

Ausgezahlt wird die Rürup Rente als lebenslängliche Rentenzahlung, eine Einmalzahlung ist nicht möglich, auch nicht ein Verkauf oder eine Beleihung. Damit entspricht sie der klassischen Leibrente wie auch die gesetzliche Rente. Das wurde vom Ökonomen Bert Rürup deshalb intendiert, weil gerade Selbstständige gelegentlich dazu neigen, ihre Rentenverträge zu verkaufen oder zu beleihen, wenn sie während ihres Berufslebens Kapital benötigen. Eine Rentenvorsorge ist jedoch unerlässlich, es besteht sonst die ernsthafte Gefahr, im Alter zum Sozialfall zu werden. Die Rentenzahlung kann bei Verträgen bis zum 31.12.2011 mit 60 Jahren, bei späteren Verträgen mit 62 Jahren ausgezahlt werden. Belohnt wird die Rentenvorsorge mit der Abzugsmöglichkeit der Beiträge als steuerliche Sonderausgabe, wobei der Abzugsbetrag progressiv steigt. Im Jahr 2011 sind es 72 Prozent pro Person von maximal 20.000 Euro Aufwand pro Jahr, bei Verheirateten 40.000 Euro. Die Abzugsmöglichkeit steigt um 2 Prozent jährlich und erreicht im Jahr 2025 den Höchstsatz von 100 Prozent. Für gut verdienende Arbeitnehmer ist die Rürup Rente als Zusatzvorsorge daher ebenso interessant, wenn die Steuerprogression stark ansteigt (etwa ab einem Familieneinkommen von 150.000 Euro jährlich). Auch die Besteuerung in der Rentenphase ist großzügig geregelt, sie begann 2005 (bei Einführung der Rürup Rente) mit einem Freibetrag von 50 Prozent, jährlich steigt die Besteuerung um 1 Prozent und erreicht erst im Jahr 2040 die vollen 100 Prozent. Das bedeutet: Wer im Jahr 2011 im Alter von 40 Jahren eine Rürup Rente abschließt, kann davon 72 Prozent noch in 2011, im Jahr 2012 dann 74 Prozent von der Steuer absetzen, jährlich um 2 Prozent steigend. Bei Rentenbeginn im Jahr 2031 zahlt er auf die Rente zunächst nur auf einen Anteil von 91 Prozent Steuern, wobei ein Freibetrag von 4.800 Euro festgeschrieben bleibt. Die Regelung, die zunächst komplex erscheint, bedeutet, dass sowohl das Ansparen als auch die Rentenauszahlung großzügig steuerlich begünstigt werden, mit einer fairen Progression in beiden Phasen, die der Demografie Rechnung trägt.

Es gibt verschiedene zertifizierte Anbieter, welche eine Rürup Rente in Form einer konventionellen Rentenversicherung, als fondsgebundene Rentenversicherung oder als Fondssparplan anbieten. Auf diversen Portalen wie beispielsweise das Infoportal Rueruprente.net, werden diese Anbieter verglichen. Hier geht es vorrangig um die gesicherte Rendite und die Form, die der Rentensparer wählen möchte. Ein umfassender Rürup Rente Vergleich ist sehr hilfreich für eine solide Rentenvorsorge.

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